Vorstellung Pn. M. Richter

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit Corona kam das Heimweh. Ein bisschen seltsam war das schon, spielte sich doch plötzlich der größte Teil des Lebens zu Hause ab.

Doch in mir wuchs gleich mehrfaches Heimweh.

Ich habe mich danach gesehnt, wieder als Pastorin zu arbeiten; danach das Leben in einer Gemeinde mitzugestalten, lebendige Gottesdienste zu feiern, verbunden zu sein im gemeinsamen Singen und Beten, in Gesprächen und Begegnungen und danach, miteinander und mit Gott verbunden zu sein.

Und ich sehnte mich zurück in meine ostfriesische Heimat.

Darum stelle ich mich Ihnen nun in diesem Gemeindebrief vor. Ich habe mich auf die freie Pfarrstelle in Ihrer Gemeinde beworben und freue mich darauf, am 30. August einen Vorstellungsgottesdienst mit Ihnen in Simonswolde zu feiern.

Groß geworden bin ich in Emden, nach dem Abitur zog ich für das Theologiestudium nach Hamburg. Von dort aus ging ich als Vikarin in die Grafschaft Bentheim und dann nach Leer, um für ein Jahr als persönliche Referentin des Kirchenpräsidenten zu arbeiten. Ein weiteres Jahr verbrachte ich in einer Gemeinde im Rheiderland als Vertretung einer Kollegin in Elternzeit, bis ich in Bremen in einer sehr großen Gemeinde mit vielen unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten gewählt wurde.

Im Moment lebe ich in Hamburg und mache eine Weiterbildung zur systemischen Beraterin.

Ich fotografiere viel und gehe gerne mit meinem Mann und unserem Hund wandern.

Doch mit Corona kam das Heimweh und die Sehnsucht nach Leben und Arbeiten in einer Ev.-ref. Gemeinde und danach, in Ostfriesland erneut Heimat zu finden.

Aus dem Traum wurde ein Plan, aus ersten Telefongesprächen und Video-Konferenzen wurde nun ein Termin für den Vorstellungsgottesdienst und die Wahl, die Sie als Gemeinde anschließend haben.

Leider konnte ich nicht vor dem Gottesdienst zu einem Besuch nach Simonswolde und auch nach Bedekaspel kommen, ein Sturz von der Kellertreppe und die Folgen haben das unmöglich gemacht.

Umso mehr freue ich mich auf das erste persönliche Kennenlernen mit Ihnen und hoffe auf viele gute Begegnungen, die darauf folgen können.

Und weil ich es kaum abwarten kann, mit Ihnen Gottesdienst zu feiern und Sie kennen zu lernen, erinnere ich mich an den Vers aus dem Lied Wer nur den lieben Gott lässt walten: Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unser's Gottes Gnadenwille,  wie sein Allwissenheit es fügt.

Es ist ein Vers, der mich in den letzten Monaten oft begleitet hat.

 

Ich grüße Sie, herzlich und vergnügt!

Ihre Miriam Richter